In die Berg bin i gern…

Hallo, liebe Blogfreunde!

Bin jetzt schon 4 Monate hier in Same. Da mein Visum nicht ganz so lange wie geplant verlängert wurde, werde ich nun schon am 14. Juni heim fliegen. Bin also nur noch vier Wochen hier.

Die Zeit hier vergeht sehr schnell und die Arbeit ist abwechslungsreich und macht mir Freude. Das Wochenende nütze ich immer für Bergwanderungen. Die Landschaft ist von oben noch viel schöner, als unten im Tal.

Vor 2 Wochen bin ich nochmal mit meinen Wanderfreunden auf unseren Hausberg gestiegen. Da er noch keinen Namen hatte, haben wir ihn, zu Ehren meiner Urenkelin „Mt. Victorias Mtoto“ getauft.

Wir haben auch eine kleine Werkstätte. Nema, die Betreuerin, sie ist eine Massai, macht sehr schönen, traditionellen Schmuck mit den beeinträchtigten Jugendlichen. Es ist sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl erforderlich. Die Ohrringe, Ketten, Armreifen usw. werden dann ich Geschäften und Märkten zum Verkauf angeboten.

Voriges Wochenende waren Arne, ein junger Deutscher und ich bei der Familie von John, meinem Bodaboda Leibschofför,  ins Dörfchen Kilomeni eingeladen.  Es liegt hoch oben in den Bergen und wir fuhren zuerst mit dem Bus, vollgestopft wie immer und dann mit dem Motorrad den Berg hinauf. Der Weg war sehr steil und vom vielen Regen ausgewaschen. So ratterten wir über Steine, Sand und Schlaglöcher nach oben. Aber sehr schnell wurde ich für diese Strapaze mit einem herrlichen Talblick belohnt, der umwerfend schön war in der Abendsonne. Als wir ankamen, wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Die Gastfreundschaft der Tansanier ist unübertrefflich. Die Menschen hier haben so wenig, aber das teilen sie für einen Besucher gerne. Ich schlief mit der Cousine von John in ihrem Bett, das war etwas ungewohnt für mich. Da sie kein Geld von mir nehmen wollten, steuerte ich Lebensmittel, die wir im Dorf kauften bei. Am Samstag machten wir eine sehr schöne Tour entlang eines Baches, begleitet von Affen und sehr schönen Vögeln, noch höher hinauf. Samstagnachmittag und Sonntag wanderten wir von Familie zu Familie, John hat da oben 5 Tanten und einen Onkel, die wir alle besuchten. Die Ausblicke zwischendurch waren immer wieder unglaublich schön. Überall gab es zu Essen und zu Trinken. Bei einer Familie wurde gerade Zuckerrohr Bier gebraut. John half mit und ich fotografierte. Danach konnten wir fertiges Gebräu kosten. Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit unserem Most und ungefähr denselben Alkoholgehalt. Bei jeder Familie musste ich natürlich auch Fotos machen, denn Bilder sind hier etwas Besonderes. Ich werde sie ausarbeiten lassen und John zum Verteilen geben. Sehr beeindruckt von dieser besonderen Gastfreundschaft und der herrlichen Bergwelt, fuhr ich am Abend mit John wieder zurück nach Same.

Da ich immer wieder besondere Gesichter, Pflanzen und anderes Schönes vor die Linse bekomme, habe ich wieder ein paar für euch parat.

Damit endet mein Beitrag heute. Wünsche euch schöne Pfingstfeiertage, eure Maria Schönhofer

 

Advertisements

One thought on “In die Berg bin i gern…

  1. Renate Markey-Böschl

    Hallo Maria, hab mir all Deine blogs noch einmal durchgelesen – wirklich interessant für mich so die Welt zu bereisen! ….. und Du wirst immer jünger! Genieße die letzten zwei Wochen und hab einen guten Rückflug. LG Renate

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s