Leo kuno yua kali…

Liebe Blogfreunde!
So schön langsam kehrt bei mir der Alltag ein, hier in Tansania.
Ich gehe um 8 Uhr zu Fuß ins Hope Centre ca. 1 Stunde. Von 9 -16/17 Uhr arbeite ich dann dort. Momentan haben die Kinder Osterferien für 2 Wochen. Sie helfen am Feld, bei der Wäsche und beim Kochen. Wir finden dazwischen aber auch immer wieder Zeit für Fußball und andere Ballspiele wie „Zehnerln“ (habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gespielt), zu tanzen, Musik zu hören. Ich versuch ihnen einfach viel Zuwendung zu geben, die ihnen doch oft fehlt. Danach bringt mich Jioni nach Hause oder ich fahre mit dem Bodaboda oder Piki Piki (Motoradtaxi). Ist sehr angenehm, weil es etwas kühlt.
Die Hitze ist zeitweise fast unerträglich, seit ich da bin, immer über 35 Grad und jetzt haben wir auch noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Es kühlt auch nachts nicht richtig ab. Dabei ist Regenzeit. Die Bauern warten schon sehnsüchtig, dass es endlich regnet sonst verdorren die Feldfrüchte. Auch das Wasser ist dadurch sehr knapp.
Meine Abendgestaltung sieht hier etwas anders aus, als zu Hause. Ich lerne Swahili, wasche meine Wäsche(mit der Hand), unterhalte mich mit den Schwestern oder Gästen, wenn welche da sind und skype mit meiner Familie. Fernsehen fehlt mir eigentlich gar nicht. Was mir manchmal fehlt ist, einmal mit Freunden ins Kaffeehaus zu gehen oder zu meiner Schwester auf einen Marillenknödel und ein Tratscherl. Auch nach der heimeligen Atmosphäre zu Hause habe ich manchmal Sehnsucht und natürlich fehlt mir meinen Mann Hans, meine Familie und unser Hund Charlie.
Zu meiner Tätigkeit:
Es ist für mich sehr interessant, dass es hier häufig Behinderungsformen gibt, die in Österreich, Dank unserer medizinischen Frühversorgung gut operabel und behandelbar sind wie, Spina Bifida oder Hydrocephalus. Auch Kleinwüchsigkeit kommt hier vermehrt vor. Eine mögliche Ursache dafür könnte, wenn es keine genetisch bedingte Ursache gibt, die Mangelernährung der Mütter und Kinder sein. Auch Down Syndrom wird auffallend häufig diagnostiziert.
Noch interessantes zur Schule:
Die Schülerzahlen in den Klassen liegen hier zwischen 45 und 80 Schülern. Es unterrichtet immer nur ein Lehrer. Die Lehrer verdienen sehr schlecht und müssen viele Stunden unterrichten. Es gibt auch in manchen Schulen schon integrative Klassen. Bedauernswerter Weise gibt es hier noch die Prügelstrafe mit Schlägen mit einem Stock auf Handflächen oder Popo oder sich vor der Schule auf die staubige Straße (siehe Foto) knien zu müssen.
Morgen kommt mich meine Enkeltochter Katharina besuchen und wir gehen für eine Woche auf Safari, ein bißchen Wandern und danach für einige Tage an den Strand in Pangane am indischen Ozean. Freue mich schon sehr jemand von zu Hause hier zu haben und ein paar Wochen auszuspannen.
Also bis dann in zwei/drei Wochen mit hoffentlich reizvollen und aufregenden Bildern und einen weiteren Bericht, eure Maria Schönhofer

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