Im Land der Massai und der Swaheli!

Hujambo, liebe Blogfreunde!

Die Massai
In der Gegend von Same sieht man Massai mit Ihren Herden. Sie stehen in ihren traditionellen roten oder dunkelvioletten Gewändern, manchmal mit orangefarbigen Haaren, wie Statuen in der Landschaft.
Die Massai sind ein nomadisches, sehr stolzes Hirtenvolk und stark mit ihren alten Traditionen verhaftet. Sie glauben an einen Gott namens Engai. Der gesellschaftliche Status eines Mannes, wird an der Größe der Herde und an der Anzahl seiner Frauen und Kinder gemessen. Viele der Mädchen werden schon mit zwölf Jahren verheiratet, und der Ehemann übernimmt vom Vater das Sorgerecht. Hauptnahrungsmittel der Massai ist Milch frisch oder vergoren, sie wird auch vermischt mit vorsichtig gezapftem Rinderblut getrunken. Geschlachtet werden die kostbaren Tiere nur bei besonderen Anlässen. Früher zogen die Massai durch die Hochebenen Tansanias. Doch viele sind inzwischen sesshaft geworden und leben in rundförmigen Dörfern, Gral genannt. Die Männer gehen mit den Rindern auf Wanderschaft, wenn das Weidegras knapp wird. Auch wenn eine Herde 200 Tiere hat, kennt der Hirte jedes Tier beim Namen.
Immer mehr, besonders junge Massai öffnen sich der Gesellschaft. Sie gehen zur Schule und nützen wirtschaftliche Chancen, etwa im Tourismus.
Wenn ihr mehr über dieses besondere Volk wissen wollt, Caroline Weingrill hat einen sehr interessanten Artikel über Neoevalutionismus verfasst.
Ich habe euch wieder einige Fotos aus meinem Alltag hier beigefügt. Zum Beispiel, die Buben beim Wäschewaschen. Ein tägliches Ritual, wenn sie von der Schule kommen. Ich war entsetzt, als ich das zum ersten Mal sah, dass die Kinder ihr Schulbekleidung selber waschen müssen. Die Kinder hier müssen allgemein sehr viel mitarbeiten.
Der Rollator aus Holz dient nicht nur als Gehhilfe. Wenn er nicht grad gebraucht wird, ist er ein begehrtes Spielzeug für Gifti und Leonardi.
Ein paar Bilder von Flora und Fauna habe ich auch wieder gemacht. Die Blumen hier sind sehr bescheiden, aber im Detail wunderschön.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin auf einer Zeitreise 50 Jahre zurück in meine Vergangenheit. Als ich ein Kind war, war es ähnlich wie heute hier, nur zu essen hatten wir immer genug. Auch die Entwicklung, im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung, ähnelt dem in Österreich in den achtziger Jahren.

Habe gestern natürlich auch meinen Geburtstag hier gefeiert. Danke allen, die mir Glückwünsche geschickt und liebe Zeilen geschrieben haben.

Für meine jungen Blogleser ein Tipp: Swaheli Rap X Plastaz coole Musik

Bis zum nächsten Mal, eure Maria Schönhofer

 

 

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