Eine abenteuerliche Woche…

Habari za mchana, liebe Blogfreunde!

Der Distrikt Same zählt ca. 270.000 Bewohner und die Stadt Same hat ca. 9100 Einwohner. Es ist ein sehr lebendiges Städtchen, von dem aus man Busverbindungen in alle Richtungen hat. Es liegt in einer Ebene und ist von Bergen und Hügeln umgeben. Ich habe einige Bilder aus der Umgebung eingefügt. Termitenhügel ragen manchmal bis zu drei Meter in die Höhe. Die Nester werden von Millionen dieser kleinen Lebewesen bevölkert.

Ich habe eine etwas abenteuerliche Woche hinter mir. Am Montag fuhr das gesamte Team und ein Arzt zum Screening in sehr entlegene Bergdörfer. Es ging steil bergan und der Zustand der Straße war furchtbar und wir mußten ständig irgendwelchen Steinen, Gräben oder entgegenkommenden Motorrädern ausweichen. So rumpelten wir Kilometer für Kilometer den Berg hinauf. Es dauerte nicht lange, kochte der Kühler zum ersten Mal. Bis wir endlich nach Stunden im Dorf ankamen, wiederholte  sich das noch drei Mal.

Das Gemeindehaus war der Treffpunkt mit den Eltern und Kindern. Die Bürgermeisterin begrüsste uns und alle Anwesenden recht herzlich und alle mussten sich in Besucherlisten eintragen. Der Arzt erklärte einiges und danach wurde auf freier Flur eine Untersuchungsstation hergerichtet. Hier wurden die Kinder Untersucht und eine Diagnose erstellt und zu weiteren Massnahmen ins Center eingeladen. So schafften wir drei Dörfer. Als wir unsere Heimfahrt antraten, zog ein Gewitter auf und es schüttete  wie aus Schaffeln. Langsam, es war inzwischen sehr rutschig geworden, ging es talwärts. Doch plötzlich ein Ruck, und wir hatten ein Rad vom Landcruiser verloren. Der Fahrer versuchte es zu reparieren, was im aber nur kurzfristig gelang. Nach einem Kilometer standen wir endgültig. Entgegenkommende Motorradfahrer erzählten uns, dass die Straße ohnehin nicht mehr befahrbar ist, weil Muren den Weg versperrt haben.

Hungrig, durchnässt und notgedrungen, mussten wir die Nacht zu 9. im Fahrzeug verbringen. Der Fahrer organisierte noch etwas zum Trinken und Kekse. Dann war es auch schon finster, wir sperrten die Türen zu und versuchten zu schlafen.Trotz der misslichen Lage haben wir den Humor nicht verloren und das Beste daraus gemacht.

Nächsten Morgen kam ein Mechaniker und reparierte den Wagen in 4 Stunden. Die Straße wurde von vielen Männern per Hand freigeräumt und so kamen wir am Nachmittag im Tal an. Die nächsten Tage verliefen ohne gröbere Hindernisse.

Die Armut der Menschen, die Wohnverhältnisse und die vielen behinderten Kinder, stellen für mich eine sehr große Herausforderung dar. Viele der Kinder sind sehr mager, weil sie zu wenig zu essen haben.Ich muss mich ganz klar abgrenzen und sehr sachlich arbeiten, um nicht in Mitleid zu verfallen.

Übrigens, es gibt hier keinen Fasching, aber den Aschermittwoch und die Fastenzeit  schon. Ich frag mich nur, wie die Menschen hier, oft nur mit einer Mahlzeit pro Tag auch noch fasten sollen.

Das wars für heute, bis zum nächsten Mal, eure Maria Schönhofer

 

 

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3 thoughts on “Eine abenteuerliche Woche…

  1. Barbara

    Wieder ein sehr interessanter Bericht von dir und viele schöne Fotos. Obwohl du so weit entfernt bist und das Leben dort so ganz anders ist als unseres, freut es uns das wir teilhaben können an deiner Tätigkeit in Tansania und auch sehen können, wie die Menschen dort ihr Leben meistern. Wir freuen uns auf deinen nächsten Eintrag und Fotos. ( wie gehts dir mit der Sprache? Ist sicher voll schwer?). Viele liebe Grüße von uns allen😀🌺☀️

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  2. christine

    Liebe Maria!
    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
    Wir freuen uns riesig, dass wir deine Berichte lesen können und auf diesem Weg durch dich ein Stück Afrika kennenlernen.
    Wissend, dass deine Abenteuer gut enden, folgen wir voll Spannung deinen Erzählungen.
    Alles Liebe und Gute wünschen dir Hermann und Christine
    Wie oft warst du schon am Kilimandscharo und hast du dort auch „Sackl rutschen“ können?
    19. 02. 2016

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